Schluß

Am Sonntag trennen sich unsere Wege. Sechs Personen unserer Reisegruppe fahren zum Flughafen und fliegen von dort zurück nach Baden-Baden/Stuttgart. Vera und ich teilen uns die Rückfahrt in zwei Etappen ein. Die erste geht bis Beaune, dem Zentrum des Weinbaus im Burgund. Der Ort hat malerische Gebäude und Plätze, macht aber ein etwas heruntergekommen Eindruck. Ich war vor 40 Jahren schon mal hier und habe den Eindruck, dass sich seit dem nichts verändert hat. Schade, denn es ist an sich ein sehr schöner Ort mit viel alter Bausubstanz. Pittoreske Armut möchte man sagen, wobei nicht klar ist, ob der Ort wirklich arm ist oder einfach nur vernachlässigt. Jedenfalls finden wir ein ganz nettes Hotel am Platz Madeleine, essen im gegenüberliegenden Lokal und trinken noch eine gute Flasche Weißwein aus Macon. 

Die zweite Etappe führt uns nach Hause, wo wir etwas erschöpft, aber wohlbehalten ankommen.


Was bleibt von der Reise hängen?

  • Das war uns neu: Spanier und Franzosen verstehen sich nicht besonders gut
  • Die Orte in Spanien, die wir gesehen haben, waren sehr sauber und geordnet. Das Land ist längst nicht so dicht besiedelt wie D.
  • Abends, besonders am Freitag und Samstag waren die Straßen und Plätze gefüllt mit Menschen. Alle Cafés und Restaurant waren gut besucht. Es macht Spaß hier herum zu spazieren und ein Gläschen zu trinken.
  • Es hat in der Geschichte des Weinbaus zwei massiver Ereignisse gegeben. Das eine war um 1900 die Reblaus, die drohte, sämtliche Reben in Europa zu vernichten. Nur der Einsatz amerikanische Reben, deren Wurzeln gegen die Reblaus resistent waren und auf die die europäischen Triebe aufgepfropft wurden, rettete den Weinbau. Das scheint ein traumatisches Ereignis gewesen zu sein, denn jeder Winzer hat es erwähnt.
  • Der andere massive Wechsel war der Abschied vom quantitativ orientierten Weinbau. Masse statt Klasse war bis dahin das Motto, möglichst große Mengen pro Hektr, billig und Weine mit viel Alkohol. Das ließ sich in den achtziger Jahren nicht mehr verkaufen und es setzte ein Wandel ein. Junge Winzer brachen radikal mit den alten Traditionen und setzten auf Qualität, die dann auch wieder ihre Käufer fand. 
  • In Spanien lässt sich gut leben, Essen und Trinken sind deutlich billiger als in Frankreich und mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit und viele können Englisch.
  • Es war eine tolle Reise für uns, deren Eindrücke und Bilder wir erst mal verarbeiten müssen.

Das ist die eine Seite von Beaune

Und das die andere. Beide Fotos sind vom selben Platz.


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