Dijon

Von Bornheim nach Girona sind es 1362 km laut Maps, ein bisschen viel auf einmal. So teilen wir die Strecke in 3 Teile. Der 1. Teil geht bis Dijon, Hauptstadt des Burgund und bekannt für seinen Senf, der 2. Teil geht bis Carcassone und dann eben Girona.

Die Fahrt nach Dijon verläuft reibungslos. Während der Verkehr in Luxemburg ziemlich dicht ist, wird er dann in Frankreich auf der Autobahn richtig dünn. So als würde man in Deutschland sonntags früh um 5 Uhr fahren. Sehr angenehm. Es fällt auch auf, wie vergleichsweise dünn Frankreich besiedelt ist. Kilometerlang Wiesen, Felder, Wald, keine Ortschaften zu sehen.

Dann aber Dijon. Man fährt besser ohne Auto hin. Die Innenstadt ist ein Labyrint, hat man sich da durchgefummelt, steht man in der Fußgängerzone vor einem Poller. Unser Hotel liegt leider dahinter. Uns bricht der Schweiß aus. Wir in einer Einbahnstraße, links Fußgängerzone, rechts Fußgängerzone und vor uns ein Poller aus Eisen. Dazu alle möglichen Hinweise, Verbote, Verkehrsschilder, die wir so schnell nicht identifizieren können.

Na, servus. Doch die Menschen sind sehr freundlich und helfen uns. Wie durch ein Wunder öffnet sich der Poller und wir gelangen in eine Tiefgarage.

Schließlich erreichen wir zu Fuß das Hotel und sinken ermattet aufs Bett. Die 5 km in Dijon waren deutlich stressiger als die restliche Fahrt.

Wieder hergestellt erkunden wir ein wenig diese sehr schöne und lebendige Stadt. Viele Geschäfte, viele Menschen auf der Straße (Fußgängerzone!), viele Cafes und Restaurants, wo die Menschen bei schattigen Temperaturen ihren Aperol oder ein Bierchen trinken. Im Freien, bei 14 Grad, ohne Heizstrahler. Wir schließen uns an, laufen noch etwas durch die Stadt und landen am Platz vor dem gewaltigen Rathaus, wo wir - naturellement - ein Boef bourguignon essen. Etwas enttäuschend, zu wenig Soße, zähes Fleisch, aber trotzdem nette Atmosphäre. Wir sind zufrieden, etwas müde, schnell wieder im Hotel und schlafen bald den Schlaf der Gerechten.



Stadtmitte, alles fußläufig erreichbar.
Die glatte Oberfläche animiert die Rollerfahrer zum flitzen
.


Der Poller. Wir wissen nicht, wann und wie er sich öffnet.
Aber er tut es
.



Feierabendbier.
Wir schließen uns den örtlichen Gewohnheiten an.



Das Rathaus. Ein mächtiger Bau.



Vorfreude


Es sieht besser aus als es schmeckt.
Wir tragen es mit Fassung
.





Hotel City Loft Dijon
Große Zimmer, gut eingerichtet. Aber unseres war sehr laut, da vor dem Fenster eine Klimaanlage arbeitete. Lage in der Altstadt optimal. Frühstück sehr gut. Parkgarage ein paar 100 Meter entfernt, 10 Euro die Nacht.





Kommentare